Software zum Tunen des PCs

Der PC ist und bleibt die Unterhaltungs- sowie Arbeitsplattform Nummer eins und kann sich trotz der wachsenden Konkurrenz in Form von Smartphone & Co. selbst nach gut drei Jahrzehnten auf dem hiesigen Markt der Computertechnik in vielerlei Hinsicht durchsetzen. Doch dass PC nicht gleich PC ist und dass sich die einzelnen Modelle in vielen Beziehungen oftmals sehr stark voneinander unterscheiden können, dürfte selbst Laien der PC-Welt einleuchten. Insbesondere in den Punkten Geschwindigkeit und maximale Auslastung unterscheiden sich viele PC-Modelle, wobei vor allem bei preiswerteren, also „schwächeren“, PCs recht schnell längere Warte- und Ladezeiten auftreten können. Nur allzu schnell wird dann zum „Tunen“ des PCs, sprich zum Aus- und Einbau gewisser Hardwareelemente, gegriffen, um den preiswerten Rechner aufzupolieren. Doch bevor es an die Hardware geht, reicht schon häufig das Installieren und Benutzen spezieller Softwareprogramme aus, um den PC einen Leistungsschub verpassen zu können.

Optimierungsprogramme

Unter den Begriff der Optimierungsprogramme können eigentlich alle Programme vereint werden, die die Leistung des PCs steigern. Im engeren Sinne sind mit solchen Programmen jedoch lediglich Elemente gemeint, die stets im Hintergrund laufen und den Computer quasi „überwachen“. Einen der bekanntesten und auch am häufigsten verwendeten PC-Optimierer stellt zum Beispiel „Tune Up Utulities“ dar. Denn mit seinem großen Funktionsumfang bietet das Programm quasi einen Komplettdienst, der je nach den Wünschen beziehungsweise Bedürfnissen des Benutzers ganz individuell zum Einsatz kommen darf. So lassen sich unerwünschte Prozesse ganz einfach deaktivieren und Autostartprogramme unterdrücken, wodurch vor allem viel Arbeitsspeicher gewonnen werden kann. Des Weiteren bietet Tune Up zahlreiche Reparaturfunktionen an, die zum Beispiel für die Richtigstellung fehlerhafter Verknüpfungen oder Berichtigung grafisch unkorrekter Zeichen sorgen. Auch eine „Economy-Option“ lässt sich in der Menüverwaltung finden: So darf der PC schnell zum Stromsparcomputer mutieren.
Ein weiteres Tool mit ähnlichen Eigenschaften gibt es von Simplitec und heisst Power Suite.

Festplattenprogramme

Wird ein Dokument geöffnet, muss der PC zunächst auf dessen Speicherort, also auf die Festplatte, zugreifen. Dieser Zugriff kann sich jedoch schnell in die Länge ziehen. Vor allem, wenn der PC bereits älter ist und zahlreiche Dateien auf der Festplatte gespeichert und teilweise gelöscht wurden, kann das Öffnen von Dokumenten viel Zeit in Anspruch nehmen! Spezielle Festplattenprogramme wie Secure Eraser oder C Cleaner wenden sich genau dieser Problematik zu und sorgen für regelrechte Säuberungsaktionen auf den Datenträgern. So werden zum Beispiel alte Sicherungen gelöscht, unbenötigte Speicherreservierungen freigegeben und fehlerhafte Verknüpfungen entfernt, wodurch neue Sektoren beschrieben und die Zugriffsgeschwindigkeiten erhöht werden können. Zudem erlauben solche Programme eine Überprüfung der Festplatte und eine, falls notwendige, Behebung erkannter Probleme. Besonders praktisch also auch für alle PC-Nutzer, die keine regelmäßigen Backups durchführen!

Internetverwaltung

Das Internet ist und bleibt ein ganz zentraler Punkt der PC-Nutzung, stellt jedoch auch ein sehr hohes Risiko dar: Viren und Trojaner beispielsweise können den PC nur allzu schnell lahmlegen oder sogar intime Daten ausspähen. Hier helfen lediglich Schutzprogramme wie „Avira Antivir“ und „Comodo Internet Scurity“, die selbstverständlich regelmäßig aktualisiert werden sollten.
Doch neben den Must-haves an Internetprogrammen gibt es auch einige weniger bekannte, allerdings nicht minder nützliche, Softwareprogramme zu nutzen: Der bereits erwähnte C Cleaner erlaubt zum Beispiel auch das Leeren des Cache-Speichers und die Verwaltung einzelner Seiten, sodass zum Beispiel Passwörter erhalten bleiben beziehungsweise endgültig gelöscht werden können. Den letzten, nützlichen PC-Zusatz, der das Auftunen des PCs erlaubt, stellt wiederum eine Software aus der Computer Bild Redaktion dar: Mit dem „Anti Browser Spy“ wird der Nutzer vor sämtlichen „Übergriffen“ der allgegenwärtigen Suchmaschine Google geschützt. Denn die Speicherung der eingegeben Suchwörter, das Mitschneiden des Seitenverlaufs und das Kopieren der Downloadformulare gehören bei Google bereits zur allgemeinen Geschäftspraktik – möchte sich der Internetnutzer nicht auf virtuellem Wege durchleuchten lassen, hilft also nur der Umstieg auf weniger anspruchsvolle Dienstleister oder eben die Benutzung des Anti Browserspy Programms.